Resolution des Kreistages Saarlouis zum Erhalt des Ford-Werkes Saarlouis

 

Der Kreistag Saarlouis stellt sich hinter den hochproduktiven Standort Saarlouis der Ford-Werke mit seinen gut ausgebildeten, über hohes fachliches Know-How verfügenden, überaus belastbaren und leistungsfähigen Fachkräften.

Er fordert die Ford-Zentrale in Detroit auf, den Standort Saarlouis nachhaltig zu einem Zukunftsstandort innerhalb Europas umzubauen, indem der Standort der
neuen Sparte ,,Ford E“ zugeordnet, und dort neue Modell-Generationen im Bereich der E-Mobilität gebaut werden.

Saarlouis ist seit mehr als 50 Jahren Ford-Stadt und soll es auch in Zukunft bleiben! Seit 1970 produzieren die Ford-Werke in Saarlouis Kraftfahrzeuge. Über 14
Millionen Autos liefen seither vom Band. Auch heute arbeiten über 7.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf dem Röderberg bei den Ford-Werken und seinen Zulieferbetrieben. Ford ist derzeit der größte Arbeitgeber im Landkreis Saarlouis. Keine andere Branche prägt unser Land und unseren Landkreis so wie die Automobilindustrie.

Die enge Verflechtung von Ford mit anderen Industriebranchen trägt entscheidend zu den wirtschaftlichen Erfolgen der Stadt Saarlouis und des Landkreises bei. Die
enge Verbindung zwischen Stahlindustrie und der Automobilbranche ist dabei eine der Grundlagen unseres Wohlstandes.

Der Standort Saarlouis hat in der Vergangenheit gezeigt, zu welchen Innovationen und Produktivitätserfolgen die hiesige Belegschaft in der Lage ist. Sie ist daher
auch bestens geeignet, sich den besonderen Herausforderungen, die sich aus der globalen Situation der Automobilindustrie auf dem Weltmarkt ergeben, zu stellen.
Der Wettlauf um die schnellstmögliche Transformation auf klima- und ressourcenschonende Produktionsprozesse unter Berücksichtigung einer hohen Wirtschaftlichkeit muss unter fairen Bedingungen stattfinden.

Der unwürdige Bieterwettstreit mit dem Standort Valencia im Sinne einer Aufgabe sozialer Standards hat nichts mit den Grundprinzipien sozialer Marktwirtschaft zu
tun und wird von uns aufs Schärfste missbilligt. Er hat der hiesigen Belegschaft viele Zugeständnisse abverlangt und sie auf eine harte Probe gestellt. Das Land
hat ebenfalls Rahmenbedingungen bis an die Grenze des Vertretbaren gesetzt, die insgesamt ein attraktives Gesamtpaket für den Standort ergeben. Es liegt nun an
der Konzernspitze, es anzunehmen.

Die Sorge, dass der Konzern das Werk in Saarlouis 2025 schließen könnte treibt die Menschen im Landkreis um. Deshalb werden auch wir, als Kreistag Saarlouis
unsere Unterstützung für den Erhalt des Werkes über das Jahr 2025 hinaus zusagen.

Es geht darum, Solidarität mit den Beschäftigten des Ford-Werkes und denen der Zulieferbetriebe zu zeigen!

Deshalb lautet die zentrale Botschaft dieser Resolution:

Wir stehen an der Seite der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Ford Saarlouis und aller Zulieferbetriebe beim Kampf um ihre Arbeitsplätze!

Eine Entscheidung gegen den Ford Standort Saarlouis werden wir nicht hinnehmen. Es geht auch um die Akzeptanz der Marke Ford auf dem größten europäischen Automobilmarkt und damit um den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns in Europa.

Die Saarländerinnen und Saarländer, besonders aber die Menschen in unserem Landkreis Saarlouis, haben immer zu Ford gestanden. Nun ist es an der Zeit, dass Ford auch zur Zukunft dieses Standortes steht.

Wir werden entschlossen dafür kämpfen, dass Ford hier in Saarlouis eine Zukunft hat.

 

SPD-Fraktion im Kreistag Saarlouis
Oswald Kriebs

CDU-Fraktion im Kreistag Saarlouis
Stefan Rech

Fraktion Bündnis90/Die Grünen im Kreistag Saarlouis
Klaus Kessler

Fraktion Die Linke im Kreistag Saarlouis
Dietmar Bonner

FDP im Kreistag Saarlouis
Petra Bock

Parteiloses Mitglied im Kreistag Saarlouis
Armin Ulrich

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