Thielen vergisst Folgen der Klimakrise – Druck auf den Wald überwiegend hausgemacht

Natürlich gehört es auch zum Wahlkampf, dass Politiker, unabhängig der politischen Herkunft, sich auch zu Dingen positionieren, die die aktuelle Diskussion bestimmen. Ob es opportun ist, wenn ein Mitglied einer Partei, die im Wesentlichen dazu beigetragen hat, dass durch restriktive Vorgaben und lokalpolitischem Klein-Klein die Möglichkeiten zum Ausbau der erneuerbaren Energien außerhalb des Waldes eingeschränkt wurden, müssen der Betroffene für sich selbst entscheiden.

„Fakt ist, entweder wir schaffen es den Energieverbrauch massiv einzuschränken und gleichzeitig den Ausbau erneuerbarer Energien ZEITNAH zu beschleunigen, oder wir müssen uns noch mehr an brennende, abgestorbene und von Stürmen gefallene Wälder oder überflutete Dörfer gewöhnen. Fakt ist, der Energieverbrauch steigt weiter massiv an und hier scheuen sich Einige klare Kante zu zeigen, da es hier an die Wurzel unseres Lebensstils geht“, so Kreisvorstandssprecher Klaus Borger.

Dass der Abgeordnete aus Faha, der nur wenige Kilometer weit entfernt vom Schrottmeiler Cattenom wohnt und die jüngsten Folgen der Klimakrise verfolgen konnte, nun eine derart undifferenzierte Botschaft verbreitet um evtl. bei Windkraftgegnern Stimmen zu fangen, macht betroffen. Betroffen deshalb, da es bislang ein überparteilicher Konsens war, mit ganzer Kraft gegen den Pannenreaktor in Cattenom vorzugehen und die Energiewende voranzutreiben.

„Fakt ist aber auch, dass es die beiden Parteien CDU und SPD, unabhängig in welchen Parlamenten, zu verantworten haben, dass der Druck auf den Wald (was uns Grünen auch nicht gefällt), gerade wenn es Alternativstandorte außerhalb des Waldes gibt, zugenommen hat“, so die Direktkandidatin für den Bundestag, Ute Lessel. Natürlich muss es gerade jetzt Ziel sein, die noch vorhandenen natur- und vor allem waldverträglichen Möglichkeiten auszuschöpfen und eine Neubewertung von Standortpotenzialen im Offenland zu veranlassen. Wir erinnern uns zu gut an die Diskussionen als in einigen Räten Offenlandstandorte, aus welcher Motivation auch immer, durch die bekannten Mehrheiten der GroKo’s kaputtentschieden wurden.

„Wenn sich Herr Thielen neuerdings für den Schutz des Waldes einsetzt, was wir begrüßen würden und wenn er es wirklich ernst meint, kann er das auch unabhängig vom Thema Windkraft tun. Er könnte zum Beispiel gerade in seiner Heimatkommune oder im sonstigen öffentlichen Wald des Saarlandes anfangen, wo Kahlflächen und teilweise kaputtgefahrene Böden vielerorts das Waldbild prägen. Diese Kahlschläge sind massiv klimaschädlich, wie aktuelle Studien der forstwissenschaftlichen Akademie Tharandt und der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde belegen“, so Klaus Borger.

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